M Ä N G E L   UND  M A ß T O L E R A N Z E N
Was sind Mängel ?
Auftraggeber einer Bauleistung haben einen Anspruch auf ein mangelfreies Werk.
Dieser Anspruch ist im BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und in der VOB (Verdingungsordnung für Bauleistungen) verankert.
Die ausgeführte Bauleistung wird auch als Ist-Zustand, der vertraglich vereinbarte Zustand als Soll-Zustand bezeichnet.
Die vertraglich vereinbarte Leistung ist ein entscheidender Maßstab für den mangelfreien Soll-Zustand. Drei wesentliche Merkmale, die eine mangelfreie Werkleistung zur Abnahme aufweisen muß sind:
- sie hat die vertraglich zugesicherten Eigenschaften
- sie entspricht den anerkannten Regeln der Technik
- sie ist nicht mit Fehlern behaftet
Ist ein Kriterium nicht erfüllt, spricht man von einem Mangel.
Was sind Maßtoleranzen ?
Toleranzen sollen Abweichungen von den Nennmaßen der Größe, Gestalt und Lage von Bauteilen und Bauwerken begrenzen. Ursachen für Maßabweichungen können Maßgebungsfehler, Meßfehler, Markierungsfehler oder Arbeitsfehler (geräte- bzw. verfahrensbedingt) sein.
Ziel von Maßtoleranzen ist das Zusammenfügen von Bauteilen des Roh- und Ausbaus in optimaler weise so zu ermöglichen, dass die Bauteile funktionsgerecht zusammenwirken können bzw. nutzbar sind, außerdem muß die ästhetische Qualität gegeben sein. Dazu gibt es klare Rechtsgrundlagen, die in der DIN verankert sind.